Der Dejenstock (2021 m) für mich allein
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Trotz des recht guten Wetters scheine ich der Einzige gewesen zu sein, der sich in den Kopf gesetzt hatte, heute den Dejenstock, hoch über dem Klöntalersee zu besteigen. Was mir neben der Natur an dieser Tour sehr gefallen hat, ist wie sie in drei ganz unterschiedliche Teile zerfällt: Am Anfang fackelt der Berg nicht lange und begrüsst einen gleich mal mit 900 hm knackigem Aufstieg, viel davon in der prallen Sonne, kaum je Zeit zum Puste holen, es geht einfach nur bergauf. Im zweiten Teil ist neben dem Körper auch das Hirn gefordert. Erst gilt es, den Einstieg in den Trampelpfad zum Gipfel zu finden, danach gilt es konzentriert ein an ein paar Stellen etwas ausgesetztes Band zu begehen. Das Selbe natürlich nochmal im Abstieg. Im dritten Teil dann ein langer, knieschonender Abstieg hinunter ans hintere Ende des Klöntalersees, ein sportlicher Spaziergang durch ein herrliches Hochtal. Also, alles dabei!
Start bei der Staumauer in Rhodannenberg, wohin man bequem mit dem Postauto vom Bahnhof Glarus gebracht wird. Nach vielleicht einem Kilometer der Uferstrasse entlang in Richtung Pragelpass, zweigt rechts ein Wanderweg ab. Holzgeschnitzter Wegweiser nach "Deyen". Dort beginnt der lange Aufstieg durch Weiden und Wald hinauf zum P. 1739. Dort befindet man sich auf einem Sattel und verlässt diesen weglos nach rechts um in Richtung Dejenstock aufzusteigen. Schon bald nach dem man den Bergwanderweg verlassen hat, wird man im mit Alpenrosengestrüpp durchsetzten Schrofengelände entweder eins der wenigen Steinmännchen, oder aber eine rote Farbmarkierung entdecken. Einfach gut danach Ausschau halten und wenn gefunden, gleich drauf zu halten. Dort verläuft ein Trampelpfad, der Anfangs noch leicht zu verlieren ist, später dann aber auf der Ideallinie bergwärts zieht und recht ausgeprägt wird. Streckenweise geht es sehr steil nach oben, die Hände hat man hier öfters nicht in den Hosentaschen. Der Pfad führt einen zum Fuss des Felsvorgipfels, wo einen ein roter Pfeil dazu auffordert, diesen rechts zu umgehen. Hier findet man sich auf einem schmalen Band wieder, auf dem der noch schmalere Pfad einer Felswand entlang ansteigt. Die Passage ist bei vernünftiger Vorsicht problemlos zu begehen. Der Weg ist lediglich auf ein paar kurzen Zwischenstücken wirklich ausgesetzt, etwas bedächtig sollte man über die zwei Stellen gehen, wo der Weg teilweise abgerutscht ist.
Am Ende dieses Pfads findet man sich auf dem grasigen Gipfelgrat wieder, der langsam weiter ansteigt, bis man sich auf einer Aussichtskanzel - dem Gipfel - gegenüber einem kleinen, verzierten Metallkreuz findet, das den höchsten Punkt markiert. Ich habe gepeilt, den Kopf auf den Boden gelegt um festzustellen, ob diese Stelle wirklich höher liegt, als der eben umgangene felsige Vorgipfel. Kaum zu erkennen, wenn es da einen Höhenunterschied gibt, dann wird er minim sein, vermutlich tatsächlich zu Gunsten der Stelle mit dem Kreuz. Gut so, denn den Vorgipfel zu besteigen hätte meine Möglichkeiten überfordert.
Herrliche, leider dunstige Aussicht hinüber zu Vorder Glärnisch, Vrenelisgärtli und Ruchen. Tief im Tal das Städtchen Glarus, hinter mir Mutteristock, Ochsen(c)hopf, Mättlistock. Vor mir links der Schijen. Ein wirklich lohnender Aufstieg war das!
Mit der Strecke angepasster Aufmerksamkeit dann der Abstieg, wieder hinunter zum P.1739 und gleich weiter auf die etwas tiefer liegende Alp Dejen. Von dort geht ein erst holpriger, später besserer langer, noch später zum Fahrsträsschen mutierender Weg durch das Hochtal (ich finde keinen Namen dafür auf den Karten) hinunter ans hintere Ende vom Klöntalersee. Ein langer Marsch ist das, man sollte gut Zeit einplanen dafür.
Man erreicht die Pragelpassstrasse genau bei der Postautohaltestelle Schwändeli. Da ich 45 Minuten hätte warten müssen, marschierte ich gleich weiter, hinunter nach Vorauen am See. Dort kommt das Postauto auch vorbei und an einem Tag wie diesem wartet es sich leichter auf Transport, wenn man in der Gartenbeiz einen kühlen Möhl vor sich stehen hat.
Zurücklehnen, die schmerzenden Füsse spüren, den Most geniessen und glücklich sein, über einen wirklich schönen Tag in den Bergen.
Start bei der Staumauer in Rhodannenberg, wohin man bequem mit dem Postauto vom Bahnhof Glarus gebracht wird. Nach vielleicht einem Kilometer der Uferstrasse entlang in Richtung Pragelpass, zweigt rechts ein Wanderweg ab. Holzgeschnitzter Wegweiser nach "Deyen". Dort beginnt der lange Aufstieg durch Weiden und Wald hinauf zum P. 1739. Dort befindet man sich auf einem Sattel und verlässt diesen weglos nach rechts um in Richtung Dejenstock aufzusteigen. Schon bald nach dem man den Bergwanderweg verlassen hat, wird man im mit Alpenrosengestrüpp durchsetzten Schrofengelände entweder eins der wenigen Steinmännchen, oder aber eine rote Farbmarkierung entdecken. Einfach gut danach Ausschau halten und wenn gefunden, gleich drauf zu halten. Dort verläuft ein Trampelpfad, der Anfangs noch leicht zu verlieren ist, später dann aber auf der Ideallinie bergwärts zieht und recht ausgeprägt wird. Streckenweise geht es sehr steil nach oben, die Hände hat man hier öfters nicht in den Hosentaschen. Der Pfad führt einen zum Fuss des Felsvorgipfels, wo einen ein roter Pfeil dazu auffordert, diesen rechts zu umgehen. Hier findet man sich auf einem schmalen Band wieder, auf dem der noch schmalere Pfad einer Felswand entlang ansteigt. Die Passage ist bei vernünftiger Vorsicht problemlos zu begehen. Der Weg ist lediglich auf ein paar kurzen Zwischenstücken wirklich ausgesetzt, etwas bedächtig sollte man über die zwei Stellen gehen, wo der Weg teilweise abgerutscht ist.
Am Ende dieses Pfads findet man sich auf dem grasigen Gipfelgrat wieder, der langsam weiter ansteigt, bis man sich auf einer Aussichtskanzel - dem Gipfel - gegenüber einem kleinen, verzierten Metallkreuz findet, das den höchsten Punkt markiert. Ich habe gepeilt, den Kopf auf den Boden gelegt um festzustellen, ob diese Stelle wirklich höher liegt, als der eben umgangene felsige Vorgipfel. Kaum zu erkennen, wenn es da einen Höhenunterschied gibt, dann wird er minim sein, vermutlich tatsächlich zu Gunsten der Stelle mit dem Kreuz. Gut so, denn den Vorgipfel zu besteigen hätte meine Möglichkeiten überfordert.
Herrliche, leider dunstige Aussicht hinüber zu Vorder Glärnisch, Vrenelisgärtli und Ruchen. Tief im Tal das Städtchen Glarus, hinter mir Mutteristock, Ochsen(c)hopf, Mättlistock. Vor mir links der Schijen. Ein wirklich lohnender Aufstieg war das!
Mit der Strecke angepasster Aufmerksamkeit dann der Abstieg, wieder hinunter zum P.1739 und gleich weiter auf die etwas tiefer liegende Alp Dejen. Von dort geht ein erst holpriger, später besserer langer, noch später zum Fahrsträsschen mutierender Weg durch das Hochtal (ich finde keinen Namen dafür auf den Karten) hinunter ans hintere Ende vom Klöntalersee. Ein langer Marsch ist das, man sollte gut Zeit einplanen dafür.
Man erreicht die Pragelpassstrasse genau bei der Postautohaltestelle Schwändeli. Da ich 45 Minuten hätte warten müssen, marschierte ich gleich weiter, hinunter nach Vorauen am See. Dort kommt das Postauto auch vorbei und an einem Tag wie diesem wartet es sich leichter auf Transport, wenn man in der Gartenbeiz einen kühlen Möhl vor sich stehen hat.
Zurücklehnen, die schmerzenden Füsse spüren, den Most geniessen und glücklich sein, über einen wirklich schönen Tag in den Bergen.
Tourengänger:
rkroebl

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Kommentare (1)