Säntis (2502m) via Nädliger Grat
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Heute soll's mit dem SAC auf den Säntis gehen, und zwar via Nädliger Grat, welcher auch schon eine geraume Weile auf meiner Projektliste stand (auf dem Säntis stand ich zwar schon diverse Male, aber der Nädliger war mir bislang unbekannt).
Meine Hoffnung am heutigen Tag bestand eigentlich darin, dass es in der Höhe etwas kühler sein wird. Um es gleich vorweg zu nehmen: es war heeissss! Bereits in Wildhaus war es ziemlich warm und ich war deshalb froh, dass der erste Aufstieg im Wald (durch das Flürentobel) begann, wo es noch etwas kühler war.
Da es aber von Anfang an zügig hinauf ging, rann der Schweiss gleichwohl. Das Waldstück war dann auch bald zu Ende, von nun an ging's unter der sengenden Sonne zum Schafboden hinauf. Der Tourenleiter hatte von Beginn weg ein ziemlich flottes Tempo vorgelegt. Einer Person unserer Gruppe war's definitiv viel zu schnell, hatte sich ev. zuwenig energisch gewehrt, dass man etwas langsamer gehen soll. Jedenfalls wollte sie auf dem Schafboden umkehren; es sei nicht ihr Tag. Tatsächlich war's meiner Meinung nach jedoch lediglich das relativ hohe Tempo, welches sie überfordert hat.
Wir konnte sie ermuntern, es zumindest bis zum Rotsteinpass zu versuchen, wohlwissend, dass das anstrengendste Stück noch vor uns lag und dass die Strecke noch ziemlich weit war. Während der Tourenleiter etwas langsamer, aber immer noch zu schnell für J. unterwegs war, ging ich mit ihr solidarisch am Schluss der Gruppe, während andere ihr Getränk und andere Lasten abnahmen. Gleichwohl klaffte innert kürzester Zeit wieder ein grosses Loch zwischen dem Hauptharst der Gruppe und uns am Schluss.
Ueber ein grösseres Schneefeld, danach viel Geröll ging's steil bergauf, einzelne Kraxelstellen galt es zu überwinden. Der Wildhauser Schafberg stand derweil stoisch vis-à-vis und beobachtete unseren schweisstreibenden Aufstieg.
Dann endlich erreichten wir das Jöchli, wo wir auch erstmals unser Tagesziel erblickten: der Säntis. Ebenso majestätisch gelangt der Altmann ins Blickfeld, auch er immer wieder ein imposanter Anblick! Der Weiterverlauf der Route ist gut einsehbar: der Nädliger Grat. Bereits zu einem früheren Zeitpunkt habe ich mir von Alpstein-Kenner
Ivo66 Infos eingeholt, wie schwierig dieser Grat denn sei. Er meinte damals, dass der Grat gut zu bewältigen wäre.
Und er hatte recht; nachdem wir unsere Verpflegungspause auf dem Jöchli beendet hatten und den Nädliger Grat in Angriff nahmen, war's wirklich halb so wild wie ich dies zuerst immer vermutet hatte. Nach meinem Empfinden war's sogar ein relativ einfacher Weg, welcher mit blau-weiss-Markierungen teilweise richtiggehend übersät ist und ausgesetzt war's eigentlich nirgends.
So erreichten wir innert kürzester Zeit den Altmannsattel. Von hier ging's steil hinunter zum Berggasthaus Rotsteinpass. Durch die vielen Stahlseile und Tritte ist der Weg jedoch problemlos zu meistern. Es ginge sicher auch mit weniger Seilen; da jedoch viele Steine speckig und somit rutschig sind, war auch ich froh, mich dann und wann an den Seilen halten zu können.
Nach gut 1 Std. (ab Jöchli) erreichten wir also den Rotsteinpass, wogegen nach offizieller Version 2 Std. benötigt werden (?). Hier gönnten wir uns eine Pause und genehmigten uns ein erfrischendes Shorley.
Die letzten 400m Aufstieg zum Säntis sind jetzt noch locker - dachte ich. Aber die inzwischen beinahe unerträgliche Hitze machte mir ziemlich zu schaffen.
Jedenfalls ging's jetzt gar nicht mehr so locker; ab und zu machten wir unter einem Schatten spendenden Felsen eine Verschnaufpause. Der Lisengrat war spektakulär wie immer - es "verirren" sich jedoch auch einige Touristen auf diesen Weg, obwohl sie (nur mit Turnschuhen und Fotoapparat "ausgerüstet") vor lauter Angst kaum einen Fuss vor den Nächsten setzen können. Dies führt dann stellenweise zu kleinen Stau's.
Jetzt noch die letzten Schneefelder überqueren, die letzten Tropfen aus der Trinkflasche quetschen und schon bald haben wir den Säntis erreicht. Natürlich müssen alle noch auf den Gipfel, um die Aussicht zu geniessen. Zwar konnten wir bereits im Aufstieg immer wieder den Ringelspitz sehen, davor die Alvierkette. Ansonsten aber war die Aussicht eher getrübt: nach dem Rheintal war Schluss, die Liechtensteiner- und Oesterreicher Berge völlig im Dunst. Auch der Bodensee war nur schwach zu sehen; ebenso der Tödi.
Nachdem alle ihre Fotos geschossen haben, nahmen wir die Seilbahn zur Schwägalp hinunter. Alsbald nahm jeder seinen Heimweg unter die (Bahn-) Räder.
Fazit:
Es war eine sehr schöne Tour, auch wenn die grosse Hitze allen zu schaffen machte. Heute habe ich 3.5L (!) getrunken und alles wieder herausgeschwitzt ...
Chapeau auch an J., wie sie trotz Ueberanstrengung die ganze Tour hat absolvieren können; sich wieder etwas erholt und somit doch noch bis zum Säntis hinauf gequält hat!
Zeiten:
09.00 Wildhaus
12.10 Jöchli
13.35 Rotsteinpass
15.40 Säntis
Meine Hoffnung am heutigen Tag bestand eigentlich darin, dass es in der Höhe etwas kühler sein wird. Um es gleich vorweg zu nehmen: es war heeissss! Bereits in Wildhaus war es ziemlich warm und ich war deshalb froh, dass der erste Aufstieg im Wald (durch das Flürentobel) begann, wo es noch etwas kühler war.
Da es aber von Anfang an zügig hinauf ging, rann der Schweiss gleichwohl. Das Waldstück war dann auch bald zu Ende, von nun an ging's unter der sengenden Sonne zum Schafboden hinauf. Der Tourenleiter hatte von Beginn weg ein ziemlich flottes Tempo vorgelegt. Einer Person unserer Gruppe war's definitiv viel zu schnell, hatte sich ev. zuwenig energisch gewehrt, dass man etwas langsamer gehen soll. Jedenfalls wollte sie auf dem Schafboden umkehren; es sei nicht ihr Tag. Tatsächlich war's meiner Meinung nach jedoch lediglich das relativ hohe Tempo, welches sie überfordert hat.
Wir konnte sie ermuntern, es zumindest bis zum Rotsteinpass zu versuchen, wohlwissend, dass das anstrengendste Stück noch vor uns lag und dass die Strecke noch ziemlich weit war. Während der Tourenleiter etwas langsamer, aber immer noch zu schnell für J. unterwegs war, ging ich mit ihr solidarisch am Schluss der Gruppe, während andere ihr Getränk und andere Lasten abnahmen. Gleichwohl klaffte innert kürzester Zeit wieder ein grosses Loch zwischen dem Hauptharst der Gruppe und uns am Schluss.
Ueber ein grösseres Schneefeld, danach viel Geröll ging's steil bergauf, einzelne Kraxelstellen galt es zu überwinden. Der Wildhauser Schafberg stand derweil stoisch vis-à-vis und beobachtete unseren schweisstreibenden Aufstieg.
Dann endlich erreichten wir das Jöchli, wo wir auch erstmals unser Tagesziel erblickten: der Säntis. Ebenso majestätisch gelangt der Altmann ins Blickfeld, auch er immer wieder ein imposanter Anblick! Der Weiterverlauf der Route ist gut einsehbar: der Nädliger Grat. Bereits zu einem früheren Zeitpunkt habe ich mir von Alpstein-Kenner

Und er hatte recht; nachdem wir unsere Verpflegungspause auf dem Jöchli beendet hatten und den Nädliger Grat in Angriff nahmen, war's wirklich halb so wild wie ich dies zuerst immer vermutet hatte. Nach meinem Empfinden war's sogar ein relativ einfacher Weg, welcher mit blau-weiss-Markierungen teilweise richtiggehend übersät ist und ausgesetzt war's eigentlich nirgends.
So erreichten wir innert kürzester Zeit den Altmannsattel. Von hier ging's steil hinunter zum Berggasthaus Rotsteinpass. Durch die vielen Stahlseile und Tritte ist der Weg jedoch problemlos zu meistern. Es ginge sicher auch mit weniger Seilen; da jedoch viele Steine speckig und somit rutschig sind, war auch ich froh, mich dann und wann an den Seilen halten zu können.
Nach gut 1 Std. (ab Jöchli) erreichten wir also den Rotsteinpass, wogegen nach offizieller Version 2 Std. benötigt werden (?). Hier gönnten wir uns eine Pause und genehmigten uns ein erfrischendes Shorley.
Die letzten 400m Aufstieg zum Säntis sind jetzt noch locker - dachte ich. Aber die inzwischen beinahe unerträgliche Hitze machte mir ziemlich zu schaffen.
Jedenfalls ging's jetzt gar nicht mehr so locker; ab und zu machten wir unter einem Schatten spendenden Felsen eine Verschnaufpause. Der Lisengrat war spektakulär wie immer - es "verirren" sich jedoch auch einige Touristen auf diesen Weg, obwohl sie (nur mit Turnschuhen und Fotoapparat "ausgerüstet") vor lauter Angst kaum einen Fuss vor den Nächsten setzen können. Dies führt dann stellenweise zu kleinen Stau's.
Jetzt noch die letzten Schneefelder überqueren, die letzten Tropfen aus der Trinkflasche quetschen und schon bald haben wir den Säntis erreicht. Natürlich müssen alle noch auf den Gipfel, um die Aussicht zu geniessen. Zwar konnten wir bereits im Aufstieg immer wieder den Ringelspitz sehen, davor die Alvierkette. Ansonsten aber war die Aussicht eher getrübt: nach dem Rheintal war Schluss, die Liechtensteiner- und Oesterreicher Berge völlig im Dunst. Auch der Bodensee war nur schwach zu sehen; ebenso der Tödi.
Nachdem alle ihre Fotos geschossen haben, nahmen wir die Seilbahn zur Schwägalp hinunter. Alsbald nahm jeder seinen Heimweg unter die (Bahn-) Räder.
Fazit:
Es war eine sehr schöne Tour, auch wenn die grosse Hitze allen zu schaffen machte. Heute habe ich 3.5L (!) getrunken und alles wieder herausgeschwitzt ...
Chapeau auch an J., wie sie trotz Ueberanstrengung die ganze Tour hat absolvieren können; sich wieder etwas erholt und somit doch noch bis zum Säntis hinauf gequält hat!
Zeiten:
09.00 Wildhaus
12.10 Jöchli
13.35 Rotsteinpass
15.40 Säntis
Tourengänger:
Linard03

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Kommentare (3)