Gwächten via Superschneehuhn
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Der Gwächten erhebt sich am südseitigen Ende des wildromatischen Erstfeldertals, wo es via Ruchpass zur Leutschachhütte geht. Momentan führen drei Kletterrouten auf den Gwächten der Wilde Hüttengeistweg (6b), der Heli-Pfeiler (6a - Achtung veränderte Routenführung gegenüber dem alten Plaisführer Ost) und das Superschneehuhn. Angeblich kann man den Gwächten auch als Schitour machen, wobei die Abfahrt weniger lohnend sei als von den umgebenden Bergen.
Wir gönnten uns zwei Tage für diese Tour und erklommen am ersten Tag die Kröntenhütte über den Geissfad, welcher wunderschön an Wasserfällen, etlichen Bächen und hunderten Froschtümpeln vorbeiführt. Angsichts der späten Nachmittagssonne ist man auch um jeden Wassertropfen heilfroh. Bei der Hütte angekommen düsten wir noch schnell in den Klettergarten Chuchiblick, um uns etwas an das neuartige Gestein zu gewöhnen und bereits dort erfuhren wird, dass Gneis bei weiten nicht die Stabilität von Granit aufweist, was meinem 'Gspänli' einen derartigen Abgang bescherte, dass vorerst nicht klar war, ob wir am nächsten Morgen überhaupt starten konnten.
Über den Komfort, die Bewirtung, Auskunftsbereitschaft und Kompetenz der Hüttencrew kann man nur schwärmen. Zum Frühstück gab es dann auch tatsächlich selbst gebackenes Brot ... lecker!!!
Auf Anraten des Hüttenwirts brachen wir sehr gemütlich erst um 08 Uhr Richtung Einstieg auf und dies war auch keine Minute zu früh, denn bei 7 Grad wollten die Finger in den ersten beiden Seillängen noch nicht so wirklich. Die Kälte war auch der Grund, warum wir uns für die leichteste Tour dort, das Superschneehuhn entschieden. Diese führt in 12 Seillängen direkt auf den Gipfel des Gwächten und ist an den kritischen Stellen dermassen top abgesichert, dass man gar nicht weiss, welche Express zuerst klinken. Die Kletterei selbst wird gegen oben hin zwar etwas leichter dafür immer schöner. Naja ... die vielen wackelingen Griffe und das hohl klingende Gestein ist wohl der Preis den man für dieses hübsche Eck bezahlen muss.
Vom Gipfel hat man eine ungaubliche Aussicht auf den Krönten, Gross & Chli Spannort und den Schlossberg. Der Abstieg führt dann über die Schuttrinne Richtung Steinchälen und ist mit weissen Pfeilen und orangen Punkten markiert. Relativ weit oben muss eine kurze Steilstelle überwunden werden, die man besser abklettert (I-II), will man dem stark verwiddertem Abseilring nicht vertrauen. Gegen unten hin wird die Rinne nochmals enger, aber mit vorsichtigem runtersurfen auf dem Schotter ist der Abstieg eigentlich ganz bequem. Sollte noch etwas Schnee drin liegen, wie bei uns, so stellt die Steilheit der Rinne auch ohne Stöcke und Pickel kein Problem dar, solange der Schnee schon von der Sonne aufgeweicht ist.
Retour bei den Rucksäcken gab es eine kleine Stärkung und dann noch ein paar lustige Schneefeldabfahrten Richtung Hütte, wo wir als letzte Gäste den Abstieg antraten, der uns in der schwülen Hitze genauso Schwitzen machte, wie der Aufstieg.
Anmkerungen zu den Informationen aus dem Plaisir-Kletterführer:
In einer Zeile: das Topo ist wieder mal in der Pfeife zu rauchen
Etwas ausführlicher:
Fazit: Schöne Kletterei, die selbst an diesem schönen Wochenende nur schwach besucht war in einem unglaublich schönen Tal! Aufgrund der Westausrichtung eher für den Sommer denn Herbst geeignet.
Wir gönnten uns zwei Tage für diese Tour und erklommen am ersten Tag die Kröntenhütte über den Geissfad, welcher wunderschön an Wasserfällen, etlichen Bächen und hunderten Froschtümpeln vorbeiführt. Angsichts der späten Nachmittagssonne ist man auch um jeden Wassertropfen heilfroh. Bei der Hütte angekommen düsten wir noch schnell in den Klettergarten Chuchiblick, um uns etwas an das neuartige Gestein zu gewöhnen und bereits dort erfuhren wird, dass Gneis bei weiten nicht die Stabilität von Granit aufweist, was meinem 'Gspänli' einen derartigen Abgang bescherte, dass vorerst nicht klar war, ob wir am nächsten Morgen überhaupt starten konnten.
Über den Komfort, die Bewirtung, Auskunftsbereitschaft und Kompetenz der Hüttencrew kann man nur schwärmen. Zum Frühstück gab es dann auch tatsächlich selbst gebackenes Brot ... lecker!!!
Auf Anraten des Hüttenwirts brachen wir sehr gemütlich erst um 08 Uhr Richtung Einstieg auf und dies war auch keine Minute zu früh, denn bei 7 Grad wollten die Finger in den ersten beiden Seillängen noch nicht so wirklich. Die Kälte war auch der Grund, warum wir uns für die leichteste Tour dort, das Superschneehuhn entschieden. Diese führt in 12 Seillängen direkt auf den Gipfel des Gwächten und ist an den kritischen Stellen dermassen top abgesichert, dass man gar nicht weiss, welche Express zuerst klinken. Die Kletterei selbst wird gegen oben hin zwar etwas leichter dafür immer schöner. Naja ... die vielen wackelingen Griffe und das hohl klingende Gestein ist wohl der Preis den man für dieses hübsche Eck bezahlen muss.
Vom Gipfel hat man eine ungaubliche Aussicht auf den Krönten, Gross & Chli Spannort und den Schlossberg. Der Abstieg führt dann über die Schuttrinne Richtung Steinchälen und ist mit weissen Pfeilen und orangen Punkten markiert. Relativ weit oben muss eine kurze Steilstelle überwunden werden, die man besser abklettert (I-II), will man dem stark verwiddertem Abseilring nicht vertrauen. Gegen unten hin wird die Rinne nochmals enger, aber mit vorsichtigem runtersurfen auf dem Schotter ist der Abstieg eigentlich ganz bequem. Sollte noch etwas Schnee drin liegen, wie bei uns, so stellt die Steilheit der Rinne auch ohne Stöcke und Pickel kein Problem dar, solange der Schnee schon von der Sonne aufgeweicht ist.
Retour bei den Rucksäcken gab es eine kleine Stärkung und dann noch ein paar lustige Schneefeldabfahrten Richtung Hütte, wo wir als letzte Gäste den Abstieg antraten, der uns in der schwülen Hitze genauso Schwitzen machte, wie der Aufstieg.
Anmkerungen zu den Informationen aus dem Plaisir-Kletterführer:
In einer Zeile: das Topo ist wieder mal in der Pfeife zu rauchen
Etwas ausführlicher:
- Erste Seillänge: ist nicht wie angegeben 40m sonder max. 25m lang
- Zweite Seillänge (Schlüsselstelle): dieser würden wir frei geklettert auf keinen Fall mehr als ein 6a geben
- Fünfte Seillänge: Die 5c Stelle ist problemlos ohne technische Hilfsmittel zu überwinden
- Sechste Seillänge: Der Stand befindet sich nicht links sondern rechts am Ausstieg über die Schrofen hinweg zur nächsten Wand und ist mit einem grossen weissen Punkt markiert (trotzden schwer zu sehen)
- Zwölfte Seillänge: im neuen Plaisir soll sich hier irgendwo eine 5c Stelle verbergen, die wir beim besten Willen nicht finden konnten. Wir schätzen diese Länge auf max 4c.
Fazit: Schöne Kletterei, die selbst an diesem schönen Wochenende nur schwach besucht war in einem unglaublich schönen Tal! Aufgrund der Westausrichtung eher für den Sommer denn Herbst geeignet.
Tourengänger:
kleopatra

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