Das Silberköpfle macht seinem Namen alle Ehre
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Wenn man von unserer Wohnung in Elgersweier südostwärts blickt, schaut man auf den Bergzug hinter dem Nachbardorf Zunsweier, mit Höhen zwischen 370 und 440 m. Für uns scheint es so, dass der höchste "Gipfel" darin das Silberköpfle (379 m) wäre, aber das ist eine perspektivische Täuschung, wie so oft bei Blicken von unten herauf. Jedenfalls ist dieser Bergzug für uns morgens immer der Hintergrund für den ersten Blick hinaus. In den kalten Monaten hängen sich dort gern mal Wolken rein, und neulich zwischen den Jahren waren die Bäume in den höheren Lagen oft mit Raureif geschmückt. Ein malerischer Anblick, das silbern leuchtende Silberköpfle. Aber je nach dem wie schnell die Sonne sich durchsetzt auch ein flüchtiger. Drei Tage zuvor gab es schon mal tollen Raureif,
auch da war ich in der näheren Umgebung unterwegs. Und so dachte ich heute: na bis ich oben bin, ist der Raureif-Zauber bestimmt vorbei. Wobei ... winters halten sich festhängende Wolken oft länger ... Amelie jedenfalls bekräftigt mich, einfach mal hochzugehen und zu sehen, wie's sich entwickelt.
Für raureifverzierte Berge hat Damien Jurado Silver Joy eingesungen – und also ist dies der Berichts-Soundtrack.
So wie bei der oben verlinkten Runde liegt der Fokus heut auch auf dem Fotografieren. Am Ende der Wohnstraße Sommerhalde in Zunsweier rein in den Wald und den linken Weg herauf, an der Verzweigung Vierlärchenplatz den Oberen Herrschaftswaldweg halblinks genommen und ostwärts, bald südostwärts in die raureif-geschmückte Morgenstimmung gestiefelt, dabei auch weite schöne Blicke ins Kinzigtal und die Berge dahinter. Mit der Höhe nimmt auch der Raureif zu und ich staune (mal wieder ...) über diese schimmernde Konturierung aller Äste und Baumkronen, bis herab auch ins kleinste Detail der Vegetation. In der Einbuchtung des Gewanns Jakobsbrunnen habe ich nun Blicke zum gegenüberliegenden Berghang des Geißkopfs (359 m). Wunderschön, wie die Sonne sich durch eine in den obersten Bäumen hängende Wolkenbank drückt und so warmes Licht in das kühle Blau des Kessels und seiner befrosteten Baumkronen schiebt. Dann nordwestwärts den Pfad genommen, der den Osthang des Silberköpfles heraufführt. Oben an der Fernmelde-Antenne im scharfen Winkel nach Süd geschwenkt und steil herauf. Zwei Gassigeher sind dort mit Hundi ohne Leine unterwegs. Ich überlege mir eine freundliche Formulierung ... "der sollte doch eigentlich an der Leine sein, oder?" Von Frauchen kommt ein Jaaa-Verlegenheits-Lächeln ohne wirkliche Antwort, zeitgleich springt mich passenderweise der recht große Hund an. Kurz überlege ich, ein ordentliches Faß aufzumachen (der Jagd-Instinkt von Hunden auf Wildtiere etc.), habe aber grad keinen Bock, mir die schöne Morgenstimmung zu zerhaun. Wortlos weiter. Meine Statistik für Begegnungen mit Gassigehern im Wald: 8 von 10 haben den Hund nicht angeleint. Oben führt das Pfädle sehr urig den Kamm lang, die höchste Stelle des Silberköpfles (379 m, auf älteren Karten auch "Silbereckle") ist bald erreicht, und die Raureif-Befrostung ist hier besonders herrlich. Nebel hängt zwar noch drin, aber die Sonne drückt schon durch und taucht die Szenerie in schimmerndes Licht. Das silbrige Silberköpfle – wenn das mal nicht passt. Auch die Kamera freut sich, und am Boden entdecke ich sogar noch eine blühende Glockenblume! Einiges vom Nebel lichtet sich, nun treffen auch kräftigere Sonnenstrahlen ins Unterholz – wie super, dass das gerade jetzt und hier am Kamm passiert. Weiß-silbriges Leuchten und Funkeln rundum, rötliches Buchenlaub und grünes Moos setzen darin Farbkontraste.
Weiter südlich nehme ich die nächste Abzweigung rechts runter. Als ich dort den Waldhang hochblicke, leuchtet schon ein blauer Himmel. Teils hängt zwischen den Bäumen auch noch Nebel. Erneut fantastisch anzusehen, wie einzelne Sonnenstrahlen ins Unterholz kommen und die beraureifte Vegetation, zB den Ginster, aufleuchten lassen. Den unten angetroffenen Forstweg nordwärts genommen, auch mal in andere abzweigende Wege reingestiefelt, weiter dem punktuellen Sonnenlicht hinterher. Schliesslich die Nordwestnase des Bergs herab, zurück zum Ausgangspunkt. In früheren Jahrhunderten wurde hier übrigens tatsächlich Silber abgebaut.
Fazit: viel Abwechslung für eine so kurze Runde. Recht hatte die Ameliebste mal wieder. Es wäre ein verpasstes Erlebnis gewesen, wenn ich im Bett liegengeblieben wäre. Und die besten Touren sind ja eh die vor der Haustür.

Für raureifverzierte Berge hat Damien Jurado Silver Joy eingesungen – und also ist dies der Berichts-Soundtrack.
So wie bei der oben verlinkten Runde liegt der Fokus heut auch auf dem Fotografieren. Am Ende der Wohnstraße Sommerhalde in Zunsweier rein in den Wald und den linken Weg herauf, an der Verzweigung Vierlärchenplatz den Oberen Herrschaftswaldweg halblinks genommen und ostwärts, bald südostwärts in die raureif-geschmückte Morgenstimmung gestiefelt, dabei auch weite schöne Blicke ins Kinzigtal und die Berge dahinter. Mit der Höhe nimmt auch der Raureif zu und ich staune (mal wieder ...) über diese schimmernde Konturierung aller Äste und Baumkronen, bis herab auch ins kleinste Detail der Vegetation. In der Einbuchtung des Gewanns Jakobsbrunnen habe ich nun Blicke zum gegenüberliegenden Berghang des Geißkopfs (359 m). Wunderschön, wie die Sonne sich durch eine in den obersten Bäumen hängende Wolkenbank drückt und so warmes Licht in das kühle Blau des Kessels und seiner befrosteten Baumkronen schiebt. Dann nordwestwärts den Pfad genommen, der den Osthang des Silberköpfles heraufführt. Oben an der Fernmelde-Antenne im scharfen Winkel nach Süd geschwenkt und steil herauf. Zwei Gassigeher sind dort mit Hundi ohne Leine unterwegs. Ich überlege mir eine freundliche Formulierung ... "der sollte doch eigentlich an der Leine sein, oder?" Von Frauchen kommt ein Jaaa-Verlegenheits-Lächeln ohne wirkliche Antwort, zeitgleich springt mich passenderweise der recht große Hund an. Kurz überlege ich, ein ordentliches Faß aufzumachen (der Jagd-Instinkt von Hunden auf Wildtiere etc.), habe aber grad keinen Bock, mir die schöne Morgenstimmung zu zerhaun. Wortlos weiter. Meine Statistik für Begegnungen mit Gassigehern im Wald: 8 von 10 haben den Hund nicht angeleint. Oben führt das Pfädle sehr urig den Kamm lang, die höchste Stelle des Silberköpfles (379 m, auf älteren Karten auch "Silbereckle") ist bald erreicht, und die Raureif-Befrostung ist hier besonders herrlich. Nebel hängt zwar noch drin, aber die Sonne drückt schon durch und taucht die Szenerie in schimmerndes Licht. Das silbrige Silberköpfle – wenn das mal nicht passt. Auch die Kamera freut sich, und am Boden entdecke ich sogar noch eine blühende Glockenblume! Einiges vom Nebel lichtet sich, nun treffen auch kräftigere Sonnenstrahlen ins Unterholz – wie super, dass das gerade jetzt und hier am Kamm passiert. Weiß-silbriges Leuchten und Funkeln rundum, rötliches Buchenlaub und grünes Moos setzen darin Farbkontraste.
Weiter südlich nehme ich die nächste Abzweigung rechts runter. Als ich dort den Waldhang hochblicke, leuchtet schon ein blauer Himmel. Teils hängt zwischen den Bäumen auch noch Nebel. Erneut fantastisch anzusehen, wie einzelne Sonnenstrahlen ins Unterholz kommen und die beraureifte Vegetation, zB den Ginster, aufleuchten lassen. Den unten angetroffenen Forstweg nordwärts genommen, auch mal in andere abzweigende Wege reingestiefelt, weiter dem punktuellen Sonnenlicht hinterher. Schliesslich die Nordwestnase des Bergs herab, zurück zum Ausgangspunkt. In früheren Jahrhunderten wurde hier übrigens tatsächlich Silber abgebaut.
Fazit: viel Abwechslung für eine so kurze Runde. Recht hatte die Ameliebste mal wieder. Es wäre ein verpasstes Erlebnis gewesen, wenn ich im Bett liegengeblieben wäre. Und die besten Touren sind ja eh die vor der Haustür.
Tourengänger:
Schubi

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