Wild West am Arensberg
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Diese oder ähnlicher Erinnerungen werden bei einem Besuch des Arensberg wach. Der ehemalige Vulkan steht nicht sehr hoch über seiner Umgebung - aber hoch genug um für den Abbau des Basalt-haltigen Schlotes einen Tunnel durch den Berg zu bohren, um den Basalt besser abtransportieren zu können. Der Tunnel ist heute noch recht stilvoll mit Stützen und Brettern gegen herabfallendes Material geschützt. So entsteht eine waschechte Western-Atmosphäre. Im Inneren des heutigen Kraters (aus dem der Basalt quasi rausgekratzt wurde) guckt man staunend die Wände und Abhänge hoch und sucht unwillkürlich das Versteck des Ölprinzen.
Das 'Geheimnis' des Arensberg muss man kennen - auch wir fuhren schon öfters vorbei ohne zu ahnen was uns entgeht.
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Die Tour begann in Müllenborn, und führte uns erst zur Helenenquelle in Gerolstein. Entgegen allen Vorschriften floss aber kein Wasser (am nächsten Tag war alles wieder in Ordnung). Weiter (entlang des als Abstellplatz für ausgedientes Bundesbahnmaterials genutzten Gerolsteiner Bahnhofs) nach Pelm und immer steiler werdend hoch zu den Mühlsteinhöhlen. Dort ist ein schöner Rastplatz, und man kann die Höhlen und eine Grotte erwandern.
Von hier geht es leicht bergab, und nicht all zu weit kommt dann der oben besprochene Arensberg. Über Berndorf (die Eifelkrimis lassen grüßen) nach Birgel. Die historische Mühle ist nach der Flut von 2021 wieder hergerichtet, samt Biergarten und Ausflugslokal. Der Biergarten ist meistens geöffnet, für das Abendessen sollte man sich vorher die Öffnungszeiten verinnerlichen.
Ein Berg steht noch an, oben steht die 7-Wege Hütte. Von hier rollt es angenehm herunter nach Steffeln, dem Steffelner Drees (in Stein gefasste kohlensäurehaltige Quelle), und dem Eichholzmaar. Das Eichholzmaar ist das kleinste wassergefüllte Maar in der Südeifel, und sehr schön.
Da wir schon in der Gegend sind, nehmen wir noch einmal die römische Villenanlage mit ihrem Kräutergärtchen, dem Greifenkopf und anderen Austellungsstücken, und informationsreichen Erklärungstafeln mit.
Zurück zum Landhaus Müllenborn fahren wir über den bergseitig gelegenen Ortseingang - das kostet noch einmal kräftig Energie.
Mit mehr als 1000 Höhenmetern und 56 Kilometern Gesamtlänge ist die Tour nicht zu unterschätzen. Die vielen sehenswerten Rastpunkte machen die Tour recht abwechslungsreich und entspannt.

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