Übers Messer auf die Gabel: Hoher Straußberg, Niederstraußberg und Gabelschrofen
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Erstmal:
Heit kimmt der Hans zu mir,
g'freit si die Lies.
Ober aber über Oberammergau
oder aber über Unterammergau
oder aber überhaupts net kimmt,
dees is net g'wiess.
Aaaaaaaaaaaaaaah! Das ist er, der Killerohrwurm. Vier geschlagene - nein, nicht Stunden - Tage lang hatte ich den im Ohr! Aaaaaaaaaaaaaah!
Ich kam übrigens über Unterammergau...
Schnell den Ohrwurm killen. Vielleicht ja mit "Pictures" von Island?
Am Vortag war ich über den Kuchelberggrat zur Kreuzspitze gewandert, und hatte auf dem Rückweg noch einen wilden Weg erkundet. Tags davor war ich mit Yuki am Zahn herumgekraxelt. Und wir bekamen nicht genug voneinander - also gleich nochmal verabredet, für eine Tour am Tegelberg. Heute sollte es was Langes, Anspruchsvolleres sein.
Wir trafen uns an der Talstation der Tegelbergbahn (824 m).
Ich war gespannt, wie es hier mit der Einhaltung der Coronaregeln laufen würde. Dort, wo ich wohne, ist die Pandemie mittlerweile allen vollkommen gleichgültig, und der einzige Unterschied zwischen den Coronademonstranten, die glauben, dass Bill Gates ihnen die Seele rauben will, und normalen Leuten besteht darin, dass die normalen Leute nicht auf spinnerte Demos gehen. An den touristischen Hotspots in Bayern, die ich in diesen Tagen gesehen habe, ist das ganz anders: Die Leute sind nicht hysterisch, nehmen die Ansteckungsgefahr ernst, und schützen sich und andere. Das galt auch für die Tegelbergbahn: maximal 15 Personen, eineinhalb Meter Abstand, Plexiglaswände in der Kabine. So muss das sein. Hier sind die Corona-Regelungen des DAV.
Gut geschützt baumelten wir also hinauf zum Tegelberghaus (1707 m) an der Bergstation (1720 m).
Unser Plan: Auf den Gabelschrofen kraxeln. Doch dann fiel mir der Hohe Straußberg ins Auge, der mich an die Nordflanke des Gamsbergs in der Alviergruppe erinnerte. Kommt man da rauf? Kommt man, sagte Yuki. Sie hat das Ding irgendwann mal von Süden überschritten, und erinnerte sich vage an den Normalweg, der sich durch die Nordflanke zieht. Eine unmarkierte Route, so recht was für's Herz. Also den Straußberg auf die To-do-Liste gelupft, und nix wie hin!
Es ging auf schönen Wanderwegen hinunter zum Branderfleck (1619 m), wo wir einen Blick nach links, zum Dreimännlgrat erhaschten, an dem wir schon zusammen mit dem Löwensteiner herumgeturnt sind. Dann ging's weiter, hinüber zum Ahornsattel (1661 m), und dort rechts, hinüber zum Hohen Straußberg. Hier schlossen sich uns zwei Männer an, die den Gipfel ebenfalls besteigen wollten, aber nicht recht wussten, wo der Normalanstieg ansetzt. Gemeinsam entdeckten wir den Beginn der Aufstiegsroute in einem kleinen Geröll- und Blockfeld, und machten uns an den unmarkierten, aber zunehmend gut zu erkennenden Anstieg.
Bergstation der Tegelbergbahn - Anstieg zum Hohen Straußberg: Markierte Wanderwege, T2, 1:15h
Keine einsame Route also, im Gegenteil: Hier war ordentlich was los. Ganze Völkerschaften schoben sich hier hinauf. Na, egal, der steile Anstieg ist sehr schön. Man quert, grob gesagt, links hinauf, und erreicht den Ostgrat des Hohen Straußbergs etwas oberhalb einer deutlichen Schulter. Von dort geht's auf die Südseite, und dort in wenigen Minuten zum Gipfel des Hohen Straußbergs (1933 m).
Zurück ging's dann über die Aufstiegsroute.
Zum Hohen Straußberg und zurück: unmarkierter Wanderweg, T3, 45 Minuten
Im Abstieg bemerkten wir einen schönen Boden, eingelagert zwischen Hohem Straußberg, Straußbergköpfl und Niederstraußberg-Sattel. Über diesen würden zu unserem Wanderweg gelangen, ohne dafür den Umweg über den Ahornsattel in Kauf nehmen zu müssen.
Und so querten wir im unteren Teil auf dürftigen Wegspuren nach rechts, hinüber in einen schön gelegenen, grünen Sattel im Verbindungsrücken zwischen Hohem Straußberg und Straußbergköpfl, oberhalb des Bodens. Hier pausten wir kurz, dann machten wir uns an den weglosen Abstieg zum Wanderweg.
Abstieg zum Wanderweg: weglos über wenig steiles Gras, T3, 15 Minuten
Der Weg ist schnell erreicht. Auf diesem wanderten wir nun hinüber zum Niederstraußberg-Sattel (1616 m). Der Normalweg zu Gabelschrofen und Krähe zickzackt hier weit nach Osten und zurück zum Grat des Niederstraußbergs.
Auf dem Wanderweg zum Grat des Niederstraußbergs: markierte Wanderwege: T1, 25 Minuten
An dieser Stelle überraschte mich yuki: Sie verließ den Wanderweg, und stieg rechts am Grat hinauf. Weglos? Grat? Nix wie hinterher!
Anfangs steil, nach einer Viertelstunde flacher, ging es hinauf. Zuerst auf einem Pfaderl, das sicher durch Latschengelände führt, später frei auf dem meist breiten Schrofengrat. Und dann folgt eine herrliche, etwas mehr als einstündige Überschreitung des Niederstraußbergs (1877 m). Der Grat schwingt sich immer wieder zur nächsten Erhebung hinauf, zwischendrin kommt man dann in felsiges Gelände. Ein Köpfl kann links auf plattigem Fels, oder rechts im Gras umgangen werden. Auf den Platten lag noch Schnee, also entschieden wir uns für die Rechtsumgehung. Man quert ein paar Felstrümmer, dann geht es auf dem Schrofengrat weiter. Gegen Ende zieht sich dieser dann ein wenig zusammen, es wird aber nie richtig schmal, und wer mag, kann in dieser Passage in der rechten Flanke gehen. Dann kommt von links der Normalweg zur Krähe herauf. Auf diesem stiegen wir in wenigen Minuten auf die Krähe (2010 m).
Über den Grat zur Krähe: Weglose Gratüberschreitung, T3, 1:15
Also, was hammer da? In unmittelbarer Nähe der Branderschrofen, natürlich, mit dem Dreimännlgrat. Davor Gabelschrofen, Gumpenkarspitze und Geiselstein. Im Nordosten die Große Klammspitze mit der Sefelwand. Ganz hinten lugt die Benediktenwand hervor, dann verstellt uns die Hochplatte die Sicht. Weiter geht's mit der Kreuzspitze, dann kommt der Wetterstein:die Alpspitze, Jubi und natürlich die Zugspitze. Davor sind die Waxensteine zu sehen, davor wiederum die Geierköpfe. Dann folgen die Mieminger, mit dem Hochwannig als Westpfeiler. Es schließt sich der Daniel mit dem Danielgrat an. Im Süden sind die 4 Ws zu erkennnen: Wildspitze, Watzespitze, Weißkugel und Weißseespitze. Näher der Rote Stein und der Thaneller. Dahinter erheben sich Parseierspitze, Hoher Riffler und Vorderseespitze. Davor erhebt sich die Elmer Kreuzspitze. In den Allgäuern schließlich folgen Hohes Licht, Krottenkopf, Mädelegabel, Hochvogel, Widderstein, Leilach und die Gehrenspitze mit ihrem herrlichen Ostgrat. Dahinter der Große Daumen und das Geißhorn. Toller Rundblick!
Wir stiegen dann auf dem markierten Wanderweg von der Krähe hinunter in den Gabelschrofensattel (1920 m).
Krähe - Gabelschrofensattel: Markierter Wanderweg, T3, 15 Minuten
Hier packten wir die Helme aus, und machten uns bereit für den Aufstieg auf den Gabelschrofen. Die Kletterei bewegt sich im Bereich bis II+: Man steigt zunächst etwas links in der Flanke eine deutliche Rinne hinauf, quert oben kurz hin und her (T5), und nimmt dann eine zweite, etwas kürzere Rinne hinauf zum Gipfel des Gabelschrofens (1989 m). Juhu! jetzt hatte ich neben Geiselstein und Gumpenkarspitze auch den dritten und letzten Zacken in dieser Kette erstiegen. Yuki trug uns ins Gipfelbuch ein, dann machten wir uns an den Abstieg. Auf unserem Aufstiegsweg ging's wieder hinunter in den Gabelschrofensattel (1920 m).
Auf den Gabelschrofen: leichte Kletterei, II+/T5, 45 Minuten
Die letzte Bahn ging um 17 Uhr. Das hatten wir verspielt. Dennoch wanderten wir nun zügig zum Tegelberghaus zurück. Auf dem Wanderweg ging's hinunter zum Niederstraußberg-Sattel (1616 m), über den schönen Boden hinauf zum Ahornsattel (1661 m), weiter zum Branderfleck (1619 m) - und da stand plötzlich in der ansonsten recht einsam gewordenen Gegend ein weiterer Wanderer vor uns: Ein alter Steinbock, der offenbar seinen Abendspaziergang machte. Er ging ein Weilchen auf dem Weg vor uns her, und verließ diesen dann in Richtung Branderschrofen. Wir freuten uns über die unerwartete Begegnung, und liefen gutgelaunt hinauf zum Tegelberghaus (1707 m).
Gabelschrofensattel - Tegelberghaus: markierte Wanderwege, T3, 2h
Tja, und dann: Runterlaufen, über die Skipiste, vorbei an der Rohrkopfhütte (1334 m), zurück zur Talstation (824 m). Waren wir ja gewohnt...
Tegelberghaus - Talstation: Skipiste, T2, 1h
Fazit:
Fantastische Tour! Die Kombi eines unerwarteten Gipfels mit einem Überraschungsgrat und der Kraxelei am Gabelschrofen sorgte für einen äußerst abwechslungsreichen Tag. Danke, Yuki, für's Mitgehen am Hohen Straußberg, für die Überraschung am Niederstraußberg, und für die Tipps am Gabelschrofen. Es war herrlich!
...aber auch lang. Am nächsten Tag musste es darum etwas Kurzes und Scharfes sein.
Heit kimmt der Hans zu mir,
g'freit si die Lies.
Ober aber über Oberammergau
oder aber über Unterammergau
oder aber überhaupts net kimmt,
dees is net g'wiess.
Aaaaaaaaaaaaaaah! Das ist er, der Killerohrwurm. Vier geschlagene - nein, nicht Stunden - Tage lang hatte ich den im Ohr! Aaaaaaaaaaaaaah!
Ich kam übrigens über Unterammergau...
Schnell den Ohrwurm killen. Vielleicht ja mit "Pictures" von Island?
Am Vortag war ich über den Kuchelberggrat zur Kreuzspitze gewandert, und hatte auf dem Rückweg noch einen wilden Weg erkundet. Tags davor war ich mit Yuki am Zahn herumgekraxelt. Und wir bekamen nicht genug voneinander - also gleich nochmal verabredet, für eine Tour am Tegelberg. Heute sollte es was Langes, Anspruchsvolleres sein.
Wir trafen uns an der Talstation der Tegelbergbahn (824 m).
Ich war gespannt, wie es hier mit der Einhaltung der Coronaregeln laufen würde. Dort, wo ich wohne, ist die Pandemie mittlerweile allen vollkommen gleichgültig, und der einzige Unterschied zwischen den Coronademonstranten, die glauben, dass Bill Gates ihnen die Seele rauben will, und normalen Leuten besteht darin, dass die normalen Leute nicht auf spinnerte Demos gehen. An den touristischen Hotspots in Bayern, die ich in diesen Tagen gesehen habe, ist das ganz anders: Die Leute sind nicht hysterisch, nehmen die Ansteckungsgefahr ernst, und schützen sich und andere. Das galt auch für die Tegelbergbahn: maximal 15 Personen, eineinhalb Meter Abstand, Plexiglaswände in der Kabine. So muss das sein. Hier sind die Corona-Regelungen des DAV.
Gut geschützt baumelten wir also hinauf zum Tegelberghaus (1707 m) an der Bergstation (1720 m).
Unser Plan: Auf den Gabelschrofen kraxeln. Doch dann fiel mir der Hohe Straußberg ins Auge, der mich an die Nordflanke des Gamsbergs in der Alviergruppe erinnerte. Kommt man da rauf? Kommt man, sagte Yuki. Sie hat das Ding irgendwann mal von Süden überschritten, und erinnerte sich vage an den Normalweg, der sich durch die Nordflanke zieht. Eine unmarkierte Route, so recht was für's Herz. Also den Straußberg auf die To-do-Liste gelupft, und nix wie hin!
Es ging auf schönen Wanderwegen hinunter zum Branderfleck (1619 m), wo wir einen Blick nach links, zum Dreimännlgrat erhaschten, an dem wir schon zusammen mit dem Löwensteiner herumgeturnt sind. Dann ging's weiter, hinüber zum Ahornsattel (1661 m), und dort rechts, hinüber zum Hohen Straußberg. Hier schlossen sich uns zwei Männer an, die den Gipfel ebenfalls besteigen wollten, aber nicht recht wussten, wo der Normalanstieg ansetzt. Gemeinsam entdeckten wir den Beginn der Aufstiegsroute in einem kleinen Geröll- und Blockfeld, und machten uns an den unmarkierten, aber zunehmend gut zu erkennenden Anstieg.
Bergstation der Tegelbergbahn - Anstieg zum Hohen Straußberg: Markierte Wanderwege, T2, 1:15h
Keine einsame Route also, im Gegenteil: Hier war ordentlich was los. Ganze Völkerschaften schoben sich hier hinauf. Na, egal, der steile Anstieg ist sehr schön. Man quert, grob gesagt, links hinauf, und erreicht den Ostgrat des Hohen Straußbergs etwas oberhalb einer deutlichen Schulter. Von dort geht's auf die Südseite, und dort in wenigen Minuten zum Gipfel des Hohen Straußbergs (1933 m).
Zurück ging's dann über die Aufstiegsroute.
Zum Hohen Straußberg und zurück: unmarkierter Wanderweg, T3, 45 Minuten
Im Abstieg bemerkten wir einen schönen Boden, eingelagert zwischen Hohem Straußberg, Straußbergköpfl und Niederstraußberg-Sattel. Über diesen würden zu unserem Wanderweg gelangen, ohne dafür den Umweg über den Ahornsattel in Kauf nehmen zu müssen.
Und so querten wir im unteren Teil auf dürftigen Wegspuren nach rechts, hinüber in einen schön gelegenen, grünen Sattel im Verbindungsrücken zwischen Hohem Straußberg und Straußbergköpfl, oberhalb des Bodens. Hier pausten wir kurz, dann machten wir uns an den weglosen Abstieg zum Wanderweg.
Abstieg zum Wanderweg: weglos über wenig steiles Gras, T3, 15 Minuten
Der Weg ist schnell erreicht. Auf diesem wanderten wir nun hinüber zum Niederstraußberg-Sattel (1616 m). Der Normalweg zu Gabelschrofen und Krähe zickzackt hier weit nach Osten und zurück zum Grat des Niederstraußbergs.
Auf dem Wanderweg zum Grat des Niederstraußbergs: markierte Wanderwege: T1, 25 Minuten
An dieser Stelle überraschte mich yuki: Sie verließ den Wanderweg, und stieg rechts am Grat hinauf. Weglos? Grat? Nix wie hinterher!
Anfangs steil, nach einer Viertelstunde flacher, ging es hinauf. Zuerst auf einem Pfaderl, das sicher durch Latschengelände führt, später frei auf dem meist breiten Schrofengrat. Und dann folgt eine herrliche, etwas mehr als einstündige Überschreitung des Niederstraußbergs (1877 m). Der Grat schwingt sich immer wieder zur nächsten Erhebung hinauf, zwischendrin kommt man dann in felsiges Gelände. Ein Köpfl kann links auf plattigem Fels, oder rechts im Gras umgangen werden. Auf den Platten lag noch Schnee, also entschieden wir uns für die Rechtsumgehung. Man quert ein paar Felstrümmer, dann geht es auf dem Schrofengrat weiter. Gegen Ende zieht sich dieser dann ein wenig zusammen, es wird aber nie richtig schmal, und wer mag, kann in dieser Passage in der rechten Flanke gehen. Dann kommt von links der Normalweg zur Krähe herauf. Auf diesem stiegen wir in wenigen Minuten auf die Krähe (2010 m).
Über den Grat zur Krähe: Weglose Gratüberschreitung, T3, 1:15
Also, was hammer da? In unmittelbarer Nähe der Branderschrofen, natürlich, mit dem Dreimännlgrat. Davor Gabelschrofen, Gumpenkarspitze und Geiselstein. Im Nordosten die Große Klammspitze mit der Sefelwand. Ganz hinten lugt die Benediktenwand hervor, dann verstellt uns die Hochplatte die Sicht. Weiter geht's mit der Kreuzspitze, dann kommt der Wetterstein:die Alpspitze, Jubi und natürlich die Zugspitze. Davor sind die Waxensteine zu sehen, davor wiederum die Geierköpfe. Dann folgen die Mieminger, mit dem Hochwannig als Westpfeiler. Es schließt sich der Daniel mit dem Danielgrat an. Im Süden sind die 4 Ws zu erkennnen: Wildspitze, Watzespitze, Weißkugel und Weißseespitze. Näher der Rote Stein und der Thaneller. Dahinter erheben sich Parseierspitze, Hoher Riffler und Vorderseespitze. Davor erhebt sich die Elmer Kreuzspitze. In den Allgäuern schließlich folgen Hohes Licht, Krottenkopf, Mädelegabel, Hochvogel, Widderstein, Leilach und die Gehrenspitze mit ihrem herrlichen Ostgrat. Dahinter der Große Daumen und das Geißhorn. Toller Rundblick!
Wir stiegen dann auf dem markierten Wanderweg von der Krähe hinunter in den Gabelschrofensattel (1920 m).
Krähe - Gabelschrofensattel: Markierter Wanderweg, T3, 15 Minuten
Hier packten wir die Helme aus, und machten uns bereit für den Aufstieg auf den Gabelschrofen. Die Kletterei bewegt sich im Bereich bis II+: Man steigt zunächst etwas links in der Flanke eine deutliche Rinne hinauf, quert oben kurz hin und her (T5), und nimmt dann eine zweite, etwas kürzere Rinne hinauf zum Gipfel des Gabelschrofens (1989 m). Juhu! jetzt hatte ich neben Geiselstein und Gumpenkarspitze auch den dritten und letzten Zacken in dieser Kette erstiegen. Yuki trug uns ins Gipfelbuch ein, dann machten wir uns an den Abstieg. Auf unserem Aufstiegsweg ging's wieder hinunter in den Gabelschrofensattel (1920 m).
Auf den Gabelschrofen: leichte Kletterei, II+/T5, 45 Minuten
Die letzte Bahn ging um 17 Uhr. Das hatten wir verspielt. Dennoch wanderten wir nun zügig zum Tegelberghaus zurück. Auf dem Wanderweg ging's hinunter zum Niederstraußberg-Sattel (1616 m), über den schönen Boden hinauf zum Ahornsattel (1661 m), weiter zum Branderfleck (1619 m) - und da stand plötzlich in der ansonsten recht einsam gewordenen Gegend ein weiterer Wanderer vor uns: Ein alter Steinbock, der offenbar seinen Abendspaziergang machte. Er ging ein Weilchen auf dem Weg vor uns her, und verließ diesen dann in Richtung Branderschrofen. Wir freuten uns über die unerwartete Begegnung, und liefen gutgelaunt hinauf zum Tegelberghaus (1707 m).
Gabelschrofensattel - Tegelberghaus: markierte Wanderwege, T3, 2h
Tja, und dann: Runterlaufen, über die Skipiste, vorbei an der Rohrkopfhütte (1334 m), zurück zur Talstation (824 m). Waren wir ja gewohnt...
Tegelberghaus - Talstation: Skipiste, T2, 1h
Fazit:
Fantastische Tour! Die Kombi eines unerwarteten Gipfels mit einem Überraschungsgrat und der Kraxelei am Gabelschrofen sorgte für einen äußerst abwechslungsreichen Tag. Danke, Yuki, für's Mitgehen am Hohen Straußberg, für die Überraschung am Niederstraußberg, und für die Tipps am Gabelschrofen. Es war herrlich!
...aber auch lang. Am nächsten Tag musste es darum etwas Kurzes und Scharfes sein.
Tourengänger:
Nik Brückner,
yuki
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