Heute beginne ich meine Wanderung in Tiefencastel. Vorerst führt mein Weg nach Mistail, da es dort eine sehenswerte Kirche gibt. Gleich neben der Kirche ist ein Bauernhof mit vielen Enten und Gänsen. Ich habe mir vorgenommen, dass ich bis 12 Uhr bei der Solisbrücke ankommen sollte, was denn auch gut möglich war. Vorbei geht es am Ort Alvaschein und von dort auf der kleinen kaum befahrenen Strasse nach unten in Richtung Solisbrücke. Schon beinahe unten angekommen sehe ich für heute das erstemal die Albula, dies sogar mit einem kleinen Stausee. Kaum komme ich in die Nähe einer Wiese, wo die jungen Rinder grasen. Wie auf Befehl rennen alle auf mich zu und stellen sich am Zaun in eine Reihe. Das habe ich noch nie so erlebt. Solange der Zaun reicht, folgen sie mir. Erst als die Wiese fertig ist, verteilen sie sich wieder und grasen weiter. Unterdessen bin ich bei der Solisbrücke angelangt und es ist noch nicht einmal 11 Uhr. Um eine Bergtour zu vermeiden, habe ich geplant von hier aus das Postauto nach Mutten zu nehmen, um dann von dort wieder nach unten in die Nähe der Albula zu gehen. Ein bisschen "betrogen", aber das muss drinliegen. Da ich noch genug Zeit habe, nehme ich im Restaurant ein kleines Mittagessen und schaue mich an diesem Ort um. Dann warte ich auf einem Stein sitzend viel zu früh auf das Postauto. Dieses kommt einmal von Mutten her in Richtung Thusis. Die Chauffeuse hält an und fordert mich auf einzusteigen. Es sei schliesslich wärmer im Auto als auf dem kalten Stein. Sie fahre jetzt zuerst nach Thusis und dann werde sie mich nach Mutten bringen. Auf der Fahrt ist sie in ständiger Unterhaltung mit den wenigen Einheimischen. Man erfährt so vieles über ihre Sorgen und Nöte. In Mutten hält sie genau an der Stelle an, wo mein Weg nach unten gehen wird, obwohl dort nicht einmal eine Haltestelle ist. Mit solchen Leuten wäre es im ÖV doch noch um einiges besser bestellt.
Auf einem Zick-Zackweg geht es nach unten in Richtung Sils. Vor dieser Ortschaft gehe ich wieder in Richtung des Dorfes Albula, vorbei an schönen Kirchen und Burgen. Den letzten Abschnitt führt der Weg dem Fluss entlang, bevor dieser in den Alpenrhein mündet. So ist meine Wanderung der Albula entlang beendet und ich kann mich wieder neuen Projekten zuwenden.
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