Bälmeten (2416m)
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Nach jahrelangem Darüberreden haben es (mein Mitarbeiter und Dorfgenosse) budget5 und ich endlich geschafft, mal zusammen auf Tour zu gehen. Nachdem es bis auf ca. 1500m geregnet hatte, war klar: Für Pulverschnee mussten wir hoch starten. Mit dem Bälmeten fanden wir ein ideales Ziel, denn unten raus, wo schlechter Schnee zu erwarten war, würde die Skipiste helfen.
Um 8.15 Uhr starteten wir auf dem Haldi. Bis zum Skilift folgten wir der Strasse, danach zogen wir neben der Skipiste hoch ins Oberfeld. Wer sich diesen rund einstündigen Wackel sparen will, könnte etwas später starten, den Skibus und dann den Skilift nehmen. Vom Oberfeld ging es durch den Wald zu P. 1544. Dort beginnt der rund 360m hohe Hang zum Butzenboden (gemäss SAC-Führer durchschnittlich 31° steil. Vor uns war bereits jemand unterwegs, dessen Spur jedoch teilweise bereits etwas mit Triebschnee zugedeckt. Die gut angelegte Spur folgte dem Alpsträsschen hoch zum Stafel und mit ein paar Abkürzungen zum Butzenboden.
Die Freude über (etwas schweren) Pulverschnee wurde etwas durch die Erkenntnis gedämpft, dass dieser stellenweise windgepresst war. Trotzdem: So einen richtig üblen Deckel gab es nirgends. Kurz nachdem budget5 darüber sinniert hatte, ob man wohl mehr oder weniger direkt vom Gipfel abfahren könnte, entdeckten wir in der Flanke die Aufstiegsspur unseres Vorgängers – und schliesslich himself in der Abfahrt. Eine logische Linie unterhalb des Bälmeter Grats, die einem den kleinen Umweg zum Grätli erspart. Etwas westlich von P. 2326 gelangten wir so auf den Bälmeter Grat und erreichten nach gemütlichen dreieinhalb Stunden den Gipfel.
Im Gegensatz zu den anderen beiden Touren dieser Woche auf den Hagelstock bzw. den Mutteristock gestaltete sich der Gipfelaufenthalt geradezu angenehm – trotz etwas Wind. Die Sonne kam und ging, ebenso die Bewölkung. Nach ausgedehnter Mittagsrast mit bestem Blick auf weitere Tourenziele der nächsten Monate begaben wir uns in die Abfahrt. Hatten wir insbesondere bis Bödmer mit einer windgepressten Angelegenheit gerechnet, wurden wir positiv überrascht. Statt entlang der Aufstiegsspur fuhren wir bald nahe der Fulen-Westwand ab und konnten so ein paar schöne Hänge geniessen, bevor wir beim Butzenboden landeten. Und dort warteten die besten Schwünge des Tages auf uns: Viel unverspurtes, optimal steiles Gelände mit schönem Pulverschnee. Gegen unten wurde dieser etwas schwerer, war aber bis zum Pfaffenwald gut zu fahren. Nach der Waldpassage kam dann der erwartete Bruchharsch, was aber nix zur Sache tat: Nun konnten wir nämlich einer guten Spur zum Skilift folgen und danach der Skipiste runter zur Bergstation der Luftseilbahn. Dort erwartete uns die einzige Enttäuschung des Tages: Keine Panache im Restaurant, da geschlossen.
Und ähm... gerne wieder mal, budget5!
SLF: mässig (Trieb- und Altschnee oberhalb 1800m)
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